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Zivilschutztag 2026: Niederösterreichs Zivilschutz zeigt seine Stärke

2.450 Sirenen getestet – 98,9 Prozent funktionierten einwandfrei – AT-Alert erfolgreich erprobt – Zahlreiche Aktionen des NÖ Zivilschutzverbandes in ganz Niederösterreich – Ehrenamtliche informierten Bevölkerung über Vorsorge und Selbstschutz

Niederösterreich, 3. Oktober 2026 – Der erste Samstag im Oktober stand auch heuer wieder ganz im Zeichen des Zivilschutzes. Im Rahmen des österreichweiten Zivilschutz-Probealarms wurden die Sirenen sowie das Handywarnsystem AT-Alert getestet. Gleichzeitig nutzte der Niederösterreichische Zivilschutzverband (NÖZSV) den Zivilschutztag, um mit zahlreichen Veranstaltungen, Informationsständen und Verteilaktionen in ganz Niederösterreich auf die Bedeutung von Eigenvorsorge und richtigem Verhalten in Krisensituationen aufmerksam zu machen.

Von kleinen Informationsaktionen vor Supermärkten oder an stark frequentierten Plätzen über Veranstaltungen in den Gemeinden bis hin zu großen Sicherheitstagen reichte das Programm. Überall stand ein gemeinsames Ziel im Mittelpunkt: die Bevölkerung darüber zu informieren, wie man sich auf mögliche Krisen und Katastrophen vorbereitet und wie man im Ernstfall richtig reagiert.

Getragen wurden diese Aktivitäten vor allem von den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Niederösterreichischen Zivilschutzverbandes. Sie waren am Zivilschutztag in zahlreichen Gemeinden und Bezirken im Einsatz, führten Gespräche, verteilten Informationsmaterialien und beantworteten Fragen rund um Bevorratung, Warnung und Alarmierung, Blackout-Vorsorge sowie den krisensicheren Haushalt.

98,9 Prozent der Sirenen funktionierten einwandfrei

Ein wesentlicher Bestandteil des Zivilschutztages war auch heuer der österreichweite Zivilschutz-Probealarm. In Niederösterreich wurden insgesamt 2.450 Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft.

Das Ergebnis fällt äußerst positiv aus: 98,9 Prozent aller Sirenen funktionierten bei der Aussendung der drei Zivilschutzsignale einwandfrei. Lediglich bei 27 Sirenen wurde ein Teilausfall festgestellt.

Damit zeigte sich einmal mehr die hohe Zuverlässigkeit des flächendeckenden Warn- und Alarmierungssystems in Niederösterreich. Der jährliche Probealarm dient nicht nur der technischen Überprüfung der Anlagen, sondern soll gleichzeitig die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Sirenensignalen vertraut machen.

Auch das Handywarnsystem AT-Alert wurde wieder bundesweit getestet. Damit steht neben dem bewährten Sirenensystem ein weiterer wichtiger Kanal zur Verfügung, um die Bevölkerung bei drohenden oder bereits eingetretenen Gefahren rasch zu erreichen.

Wissen, was im Ernstfall zu tun ist

Für den Niederösterreichischen Zivilschutzverband ist der jährliche Probealarm gleichzeitig ein wichtiger Anlass, um die Bedeutung der einzelnen Sirenensignale ins Bewusstsein zu rufen. Denn ein Warnsystem kann seine volle Wirkung nur dann entfalten, wenn die Bevölkerung weiß, wie auf eine Warnung zu reagieren ist.

Deshalb informierten die Zivilschützerinnen und Zivilschützer bei den Veranstaltungen in ganz Niederösterreich darüber, was die einzelnen Sirenensignale bedeuten und welche Maßnahmen im Ernstfall gesetzt werden sollten. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere das Einholen weiterer Informationen über Radio, Fernsehen und offizielle Informationskanäle sowie das richtige Verhalten bei einer konkreten Gefahrenlage.

Der Zivilschutztag verbindet damit die technische Überprüfung der Warnsysteme mit konkreter Bewusstseinsbildung und Präventionsarbeit direkt bei den Menschen.

Niederösterreichweiter Livestream machte Zivilschutz sichtbar

Ein weiterer Schwerpunkt des Zivilschutztages war auch 2026 der Livestream des Niederösterreichischen Zivilschutzverbandes, der über YouTube und Facebook übertragen wurde.

Zivilschützerinnen und Zivilschützer aus ganz Niederösterreich schickten im Laufe des Tages Fotos und Videos von ihren Veranstaltungen und Informationsaktionen an den Verband. Dadurch konnte im Livestream ein aktueller Einblick in die vielfältige Zivilschutzarbeit in den Regionen gegeben werden.

Vom kleinen Informationsstand bis zum großen Sicherheitstag wurde sichtbar, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Gemeinden tätig sind. Damit wurde der Livestream gleichzeitig zu einem digitalen Schaufenster für die Zivilschutzarbeit in Niederösterreich.

Live aus Puchberg am Schneeberg

Direkt vor Ort berichtete der NÖZSV heuer aus Puchberg am Schneeberg. Von dort wurden Gespräche und Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Organisationen und Institutionen geführt.

Zu den Gesprächspartnern zählten unter anderem Bürgermeister Christian Dungl, Vertreter von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz, Vertreter der Bezirkshauptmannschaft sowie der Obmann des neu gegründeten Zivilschutz-Zweigvereins.

Die Interviews zeigten eindrucksvoll, dass funktionierender Zivilschutz immer ein Zusammenspiel vieler Organisationen, Behörden, Gemeinden und engagierter Menschen ist. Prävention, Vorbereitung und Zusammenarbeit sind wesentliche Voraussetzungen, damit im Ernstfall rasch und richtig gehandelt werden kann.

Antauer: „Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Sicherheit“

Auch Landesrat für Zivilschutz Martin Antauer war am Zivilschutztag in Niederösterreich unterwegs und besuchte Informationsstände und Aktionen der ehrenamtlichen Zivilschützerinnen und Zivilschützer.

Landesrat Martin Antauer:

„Der Zivilschutztag zeigt jedes Jahr eindrucksvoll, wie viel Engagement in Niederösterreich vorhanden ist. Unsere ehrenamtlichen Zivilschützerinnen und Zivilschützer gehen direkt zu den Menschen, informieren, klären auf und schaffen Bewusstsein für Eigenvorsorge und richtiges Verhalten im Krisenfall. Dieses Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Sicherheit. Mein großer Dank gilt allen, die ihre Freizeit dafür einsetzen, Niederösterreich noch sicherer und krisenfester zu machen.“

Kainz: „Zivilschutz lebt vom persönlichen Engagement“

Auch NÖZSV-Präsident LAbg. Bgm. Christoph Kainz nutzte den Zivilschutztag, um verschiedene Aktionen zu besuchen und sich persönlich bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz zu bedanken.

NÖZSV-Präsident LAbg. Bgm. Christoph Kainz:

„Zivilschutz lebt nicht nur von Konzepten und technischen Systemen, sondern vor allem von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Unsere Ehrenamtlichen sind in den Gemeinden präsent, sprechen mit den Bürgerinnen und Bürgern und vermitteln Wissen, das im Ernstfall entscheidend sein kann. Was am Zivilschutztag in ganz Niederösterreich geleistet wurde, macht mich besonders stolz. Es zeigt, wie stark und flächendeckend unser Zivilschutz aufgebaut ist. Dafür möchte ich jedem Einzelnen, der sich ehrenamtlich für den Zivilschutz engagiert, ganz herzlich danken.“

Starkes Netzwerk in ganz Niederösterreich

Der Zivilschutztag 2026 zeigte damit einmal mehr die große Bandbreite der Zivilschutzarbeit in Niederösterreich: vom technischen Funktionstest der Warnsysteme über die Information der Bevölkerung bis hin zur direkten Zusammenarbeit von Gemeinden, Behörden und Einsatzorganisationen.

Vor allem aber wurde sichtbar, wie wichtig das ehrenamtliche Netzwerk des Niederösterreichischen Zivilschutzverbandes ist. Viele der Aktionen wären ohne Menschen, die freiwillig Zeit investieren und ihr Wissen an die Bevölkerung weitergeben, nicht möglich.

Der Niederösterreichische Zivilschutzverband bedankt sich daher bei allen Zivilschutzbeauftragten, Zivilschutzmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, Bezirks- und Regionsverantwortlichen sowie allen weiteren ehrenamtlich Engagierten, die den Zivilschutztag 2026 mitgestaltet haben.

Der erfolgreiche Zivilschutztag 2026 hat einmal mehr gezeigt: Zivilschutz ist in Niederösterreich flächendeckend verankert, lebt vom Ehrenamt und beginnt bei der Information und Vorbereitung jedes Einzelnen.

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